flegeheim in Schleswig - Holstein

Datum:
08. September 2010

Relevante Orte:
Zu diesem Zeitpunkt unbewohntes Zimmer inklusive des dazugehörigen Baderaumes, sowie der Flur unmittelbar vor den Räumlichkeiten

Aus Gründen des Datenschutzes und des Persönlichkeitsrechtes, bitten wir um Verständnis dafür, dass wir keine genaueren Ortsbezeichnungen oder weitere Informationen zu der untersuchten Pflegeeinrichtung erwähnen!

Teilnehmer:
EN - Team: Rocco, Ivo, Alex, Cindy, Uschi und Tini

Beginn der PU: 22:45 Uhr ( MEZ )
Ende der PU: 00:20 Uhr ( MEZ )

Ausrüstung:
Digitalkameras mit Videofunktion: Canon, SONY , Panasonic, diverse Diktiergeräte, Videokamera, Multi Funktionsdetektor, Ultraschall Entfernungsmesser

Erzählungen:
Eine Pflegerin, die seit geraumer Zeit in diesem Pflegeheim arbeitet und mit unserem Team befreundet ist, bat uns um ein Untersuchung. Sie berichtete, dass sich im Laufe der letzten Jahre einige mysteriöse Vorfälle in dem Altenpflegeheim ereignet hätten. Immer wieder hätten Bewohner von einem kleinen dunkelhaarigem Mädchen berichtet, welches sie in ihrem Zimmer oder auf dem Flur davor gesehen hätten. Zuerst dachte sich die Pflegerin nicht viel dabei, da es sich bei den Bewohnern meist um ältere, teilweise verwirrte Personen handelte. Jedoch fiel im Laufe der Zeit auf, dass diese Berichte immer von Bewohnern eines speziellen Zimmers im Heim ausgingen. Da die älteren Menschen häufig nur sehr kurze Zeit ( einige Wochen bis Monate ) in dem besagten Raum lebten und danach verstarben, wechselte dieses Zimmer mehrfach den Eigentümer. Die nachfolgenden Bewohner kannten die Vorherigen nicht, da immer erst nach dem Tod eines dieser Menschen der Raum mit einer neu ankommenden Person belegt wurde. Möglich schien zwar, das die Geschichten über dieses kleine Mädchen allgemein im Pflegeheim kursierten und somit von einigen Personen an die Neuankömmlinge weiter getragen wurden. Und diese dann, eventuell aus Verwirrtheit oder Geltungsbedürfnis selbige Vorkommnisse gesehen haben bzw. behaupteten sie gesehen zu haben. Allerdings meinte die Pflegerin, ihr sei nicht bewusst, dass über das Erscheinen des Mädchens unter den Bewohner gesprochen wurde.


 
 
Es wurde immer nur von Personen erzählt, die tatsächlich in dem Raum lebten und sich damit an die Pflegschaft wandten. Seltsam war auch das diese Menschen, meist kurze Zeit nach den Berichten verstarben. Insgesamt konnte die Pflegerin über mindestens 3 Fälle berichten, in denen dies so gewesen ist. Auf Grund dessen wurden unser Team, während eines Urlaubes in der Nähe gebeten, diese Angelegenheit zu untersuchen. Nachdem der Chef des Heimes seine Zustimmung erteilt hatte, konnten wir ein paranormale Untersuchung durchführen. Dies war nur möglich, da zu diesem Zeitpunkt noch kein neuer Bewohner in den Räumlichkeiten lebte.
Andere im Pflegeheim lebende Personen wurden durch unsere Anwesenheit nicht behindert, geängstigt oder gestört. Unser Untersuchung fand in den späten Abend/Nachtstunden statt, so dass kein Bewohner uns überhaupt gesehen oder bemerkt hätte.
Leider war es nicht möglich, vorab Personen zu der Angelegenheit zu befragen, die das kleine Mädchen angeblich gesehen haben. Da alle bereits verstorben waren. Somit war es schwer, sich in der Glaubhaftigkeit der Erzählungen selbst ein Bild zu machen. Wir mussten uns hier auf die Berichte o.g. Pflegerin und einer weiteren Pflegekraft verlassen.

Vorgeschichte:
Die Vorkommnisse bleiben spekulativ und eine sichere Abklärung der Umstände obliegt nicht unseren Möglichkeiten.
Leider gibt es auch keinerlei Vorgeschichte zu einem kleinen Mädchen in Bezug auf das Gebäude. Dieses ist nicht sonderlich alt und diente seit Anbeginn immer zu Zwecken eines Pflegeheims. Sicher verstarben dort im Laufe der Jahre sehr viele ältere Menschen. Kinder haben in diesem Teil des Gebäudes nicht gelebt oder sind dort verstorben, zumindest ist dies nicht nachvollziehbar. Leider brachte unsere Recherche auch keine Hinweise darauf, das vor dem Bau des jetzigen Gebäudes an dieser Stelle ein Objekt gewesen sein könnte, welches man mit Kindern in Verbindung setzen könnte.

Gründe für die PU:
Durch Anfrage einer befreundeten, glaubwürdigen Altenpflegerin. Auf Grund der häufigen Berichte über ein kleines Mädchen, welches immer wieder gesehen wurde, von unterschiedlichen Personen in verschiedenen Zeitabschnitten schien eine PU sehr interessant. Auch die Einwilligung in dieses Vorhaben durch die zuständige Leitung des Pflegeheimes sprach für die Ernsthaftigkeit der Anfrage an unser Team.

Ablauf der PU
Im Aufenthaltsraum des Pflegeheimes wurde eine kurze Vorabbesprechung durchgeführt. Dann begab sich die Gruppe geschlossen in die Räumlichkeiten. Das Zimmer war sehr klein und übersichtlich. Zuerst wurde der Raum abfotografiert und mit Hilfe des Multi Funktion Detektors naheliegende Stromquellen ausgemacht und markiert. Das dazugehörige Badezimmer wurde fotografiert und das Aufnahmegerät hinterlegt um die erste ESP Aufnahme aufzuzeichnen.
Die Videokamera wurde auf einem Nachttisch platziert und ein weiteres Diktiergerät auf dem Bett hinterlassen. Danach verließ das gesamte Team für etwa 20 Minuten die Räume, um in ausreichender Entfernung von den Aufnahmegeräten zu warten. Daraufhin führte Tini eine aktive Befragung durch, deren kompletter Verlauf aufgezeichnet wurde. Es wurde versucht ein „persönlichen“ Kontakt zu dem vermeintlichen Mädchen aufzunehmen. Dabei wurden vorsichtig persönliche Fragen gestellt, nach dem Alter, über Spielsachen etc. Es wurde darauf geachtet durch Stimmlage und Gesprächsinhalt freundlich und beruhigend zu wirken. Auch wurde die eindeutige Bitte geäußert sich bemerkbar zu machen. Vor Ort konnten dabei weder akustisch noch visuell irgendwelche Auffälligkeiten bemerkt werden. Auch gefühlsmäßig war alles eher klar und in keinster Weise beängstigend. Ein Temperaturabfall konnte durch konstante Messungen ausgeschlossen werden. Weitere Foto und Videoaufnahme entstanden nach der aktiven Befragung. Danach erfolgte eine passive ESP Aufnahme, wobei das Aufzeichnungsgerät einfach während des Fortgangs der Untersuchung mitlief. Später entschieden wir uns für einen „Sit Down“ den nur 4 Teammitglieder auf den Boden des Hauptraumes in der Dunkelheit durchführten, während die Anderen den Raum verließen. Eine weitere Sprachaufzeichnung mit aktiven Befragungen wurde während dessen erstellt. Der „Sitdown“ verlief ohne jegliche Besonderheiten und wurde nach etwa 15 Minuten abgebrochen. Nach einer längeren Pause, die wir im Aufenthaltsraum zubrachten, begab sich Alex nochmals, diesmal alleine in den Raum um einen Sitdown mit aktiver Befragung durchzuführen, welcher ebenfalls per Diktiergerät aufgezeichnet wurde. Nach weiteren 20 Minuten, ohne Auffälligkeiten brach auch er diesen Versuch ab. In der Pflegeeinrichtung blieb uns nicht die Zeit um das Material genauer zu sichten. So wurden nur stichprobenartig Videos und Sprachaufzeichnungen begutachtet, was aber vorerst nichts Besonderes ergab. Erst zurück in der Unterkunft konnten sehr viele ungewöhnliche Entdeckungen, speziell auf einigen Bildern aber auch bezüglich der EVP/ESP Aufnahmen gemacht werden.

Auswertungen/ Zusammenfassung:
Bilder: 98 digitale Fotos mit verschiedenen o.g. Digitalkameras
Videos: 3 Videos
EVP : 8 Aufnahmen ( davon 5 aktive Befragungen )
Akustische Wahrnehmungen: vor Ort Keine
Visuelle Wahrnehmungen vor Ort: Keine
Gefühlsmäßige Wahrnehmungen vor Ort: Keine
Sichtungen Fotos:
Außergewöhnliches Bildmaterial auf mehreren Fotos, die ungeklärt bleiben und in ihrem Erscheinungsbild tatsächlich zu den Behauptungen der Bewohner dieses Raumes passen könnten.EVP /ESP Aufzeichnungen:
Diese ergaben 5 Aufnahmen, welche als besonders und auffällig einzustufen sind
Geräusche, Wortfetzen, eine Stimmen ähnliche, seltsame Akustik, die eher einen weiblichen, sogar kindlichen „Slang“ besitzt und nicht mit der vorherrschenden Geräuschkulisse oder durch Teammitglieder zu erklären ist und vorwiegend bei den aktiven Befragungen entstand. ( teilweise fast wie Antworten auf die Fragestellungen )

Abschließendes Fazit:
Im Großen und Ganzen empfanden wir diese PU vor Ort als eher ernüchternd, was eventuell aber auch an der Einfachheit und der geringen Größe des Raumes gelegen haben mag. Während der gesamten PU gab es keinerlei Hinweise auf irgendwelche paranormalen Vorkommnisse, weder gefühlsmäßig, noch akustische oder gar visuell konnten Besonderheiten festgestellt werden.
Dafür gestaltete sich die Auswertung des Materials als äußerst überraschend! Viele Fotos sind in keinster Weise direkt erklärbar, einige davon sind dies bis heute geblieben. Die Sichtungen auf diesen Bildern sind seltsamerweise konform mit den Berichten der Betroffenen und lassen es möglich erscheinen, dass es sich hier um einen paranormalen Hintergrund handelt. Wenn auch ohne eindeutig abzuklärende Vorgeschichte, bezüglich des Mädchens. Auch die EVP/ ESP Aufzeichnungen, sind als sehr ungewöhnlich einzustufen und müssen als ungeklärt eingestuft werden.

Tini im Auftrag
des Essential Nights Teams Erzgebirge....