ionierweg halheim

Datum:
11. Januar 2010

Relevante Orte:
Pionierfelsen, Unglücksstelle " Mordbank" ,  Bahnübergang Höhe "Krone" der Christelgrund Teich, „Pappklausenteich“

Teilnehmer:
EN - Team: Rocco, Ivo und Tini

Beginn der PU: 20:20 Uhr ( MEZ )
Ende der PU: 23:10 Uhr ( MEZ )

Wetterbedingungen:
Temperatur: etwa - 1 Grad Celsius
Luftfeuchtigkeit: mittel bis hoch
Windstärke: 3 - 4 Knoten
Niederschlag: 0,3 11h (mm)
Luftdruck 1001 NN (hPa)
Sonstiges: leicht bewölkt


Ausrüstung:
Digitalkameras mit Videofunktion: Canon PowerShot A560, SONY DSC-H5, SONY DSC-W40, Panasonic DMC-LS75; diverse Diktiergeräte u.a.: Philips GoGear, Mobile Wetterstation, Multifunktionsdetektor, Ultraschall Entfernungsmesser, Videokamera, Stirnlampen, verschieden Taschenlampen

Historie:

Pionierfelsen: Hier gibt es zwei verschiedene Begebenheiten, welche Anlass für eine paranormale Untersuchung geben.
Die Erste davon trug sich etwa in den 1950/1960er Jahren zu, als eine junges Mädchen im Spätsommer Heidelbeeren am Pionierfelsen sammeln wollte. Das Kind war mit einer Kinderkutsche unterwegs, in der sein kleines Brüderchen schlief. Sie stellte den Kinderwagen, mit dem Baby auf dem Weg unterhalb des Pionierfelsens am Rande des Abhanges ab. Während das Kind vergnüglich Beeren sammelte, löste sich vermutlich die Bremse des Wagens, vielleicht geriet die Kutsche auch durch das Strampeln des Säuglings in Bewegung. Und so kam es, dass die Kutsche den steilen Abhang hinunter stürzte und der Knabe dabei so schwer verletzt wurde, das er verstarb. Die Familie war in Thalheim ansässig.
Die Zweite Begebenheit betrifft den Onkel eines EN - Nights Mitgliedes. Dieser verunglückte als Kind an selbigem Felsen. Er stürzte mit einem Handwagen den Abhang hinab und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu, welche bleibende körperliche Schäden hinterließen. Dies geschah in den 40er Jahren des 19.Jahrhunderts.
Weiterhin gibt es, nicht genauer datierte und nur teilweise belegbare Erzählungen zu zwei weiteren Todesfällen, bei denen es sich ebenfalls um Kinder gehandelt haben soll. Auch geschah, in Höhe des Felsens ein belegbarer Motorrad Unfall Anfang der 90er Jahre des vergangen Jahrhunderts, bei dem eine Person verletzt wurde.

Unglücksstelle „Mordbank“: Hier handelt es sich um die zweite Bank auf der linken Seite, des Pionierweges, NACH der „Rentners Ruh“ ( einem Naherholungsgebiet mit Miniatur Nachbauten verschiedener regionaler Gebäude und Sehenswürdigkeiten ) Diese Bank birg folgende wahre Begebenheit aus den 1950er/1960er Jahren: Eine junge Thalheimerin pflegte eine geheime Liebesbeziehung zu einem verheirateten Schachtarbeiter, der wohl später auch in Thalheim lebte. Die heimlichen Treffen des Liebespaares fanden auf dem Pionierweg statt. Hier verabredete man sich zu trauter Zweisamkeit. Eines Tages fand man die Leiche der jungen Frau auf dieser Bank auf. Man hatte sie mit ihrem eigenen Schal erdrosselt. Vermutet wurde später, dass es einen Streit zwischen den Liebenden gegeben hatte und/ oder dass die Frau im Streit dem Geliebten damit drohte,


dass sie der Ehefrau von der heimlichen Affäre berichten würde. Sicher in einer Kurzschlussreaktion kam es dann zu diesem Tötungsdelikt, welches die Begebenheiten dann wohl trotzdem aufdeckte. Der Mann wurde seltsamerweise bereits nicht allzu lange Zeit nach dem schrecklichen Vorfall, laut Augenzeugenberichten häufig in Thalheim gesehen, was nicht ausschließen lässt, dass eventuell nicht eindeutig bewiesen werden konnte, dass es sich bei ihm um den wahren Täter handelte oder das er vielleicht auf Grund einer Affekthandlung nur eine kürzere Zuchthausstrafe verbüßen musste. Es ist auch nie offiziell bestätigt worden, dass dieser Mann tatsächlich den Tod der jungen Frau zu verantworten hat. Weitere Umstände oder genauere Fakten waren bis dato leider nicht zu recherchieren. Auch nicht, ob dieser Mord tatsächlich aufgeklärt werden konnte. Bahnübergang Höhe „Krone“ Hier geschah ein tödlicher Unfall, bei dem ein junger Mann mit dem Motorrad in den ankommenden Zug fuhr.

Christelgrund Teich
In diesem Teich, welcher schon seit sehr langer Zeit im Sommer zum Baden und Schwimmen genutzt wird, kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu tödlichen Badeunfällen. Zuletzt in den 1990er Jahren, als dort ein Junge ertrank.

„Pappklausenteich“
Dieser Teich gehört zu der nicht weit entfernten früheren Fabrik, in der u. a. Feinpappen hergestellt wurden und die im ortsgebundene Sprachgebrauch „Pappklausen“ genannt wurde. In diesem zur Fabrik gehörendem und von dieser auch genutzten Teich, beging in den 1970er Jahren eine Frau Selbstmord, indem sie sich dort ertränkte. Gerüchte deuten weitere Suizide durch „Selbst ertränkung“  in der Geschichte des Teiches an, welche aber nicht genauer belegt sind. 
( Quellen: Erzählungen diverser ortsansässiger Personen/ Zeitzeugen aus Thalheim und Umgebung )

Gründe für die PU:
Auf Grund der Häufung an Vorkommnissen im gesamten Bereich Pionierweg und der Zahl an interessanten Orten hielten wir ein paranormale Untersuchung für sinnvoll. Auch machen zahlreiche Erzählungen und Bericht ortsansässiger Personen über seltsame Empfindungen/ Sichtungen einen paranormalen Hintergrund denkbar.

Ablauf der PU:
Das Team startete gegen 20:20 Uhr ( MEZ ) zu Fuß vom Naherholungsort „Rentners Ruh“ beginnend, entlang des Pionierweges. Ein zur linken Seite vom Wald und zur rechten Seite mit Blick auf die Bahngleise gesäumter Gehweg führte uns vorbei am „Bahnwärterhäuschen“ bis in  Höhe der „Mordbank“. Hier wurden Fotos gemacht und ESP Aufnahmen gefertigt. Von den Empfindungen her war zu diesem Zeitpunkt hier nichts ungewöhnliches festzustellen. Nach einem etwa 10 minütigem Aufenthalt, folgten wir dem weiteren Verlauf des Pionierweges. Im Schein der Stirn - und Taschenlampen gelangten wir bald zum Pionierfelsen. Auch hier wurden zahlreiche  Fotos und diverse ESP Aufnahmen erstellt. Wir entschlossen uns für den Versuch einer „Kontaktaufnahme“, indem wir eine Art Befragung durchführten und vermeintliche „Geister“ direkt  ansprachen. Die spätere Auswertung des Materials erbrachte keinerlei ungewöhnliche Aufzeichnungen.  Einen weiteren Halt unternahmen wir am Bahnübergang Höhe „Krone“, der ebenfalls mit einigen Fotografien und ESP´s abgeschlossen wurde. Eine Pause an der   „Christelgrundhütte“ oberhalb des Teiches, sowie die Wegstrecke die auf den Teich selbst zu führt erweckte unangenehme, beklemmende Empfindungen  bei Ivo und Tini , welche aber erst später angesprochen wurden und vor Ort nicht erwähnt wurden.  
Nach einer ausführlichen Besichtigung des Christelgrundteiches, mit zahlreichen Fotos und einer ESP Befragung traten wir den langen Rückweg an. So passierten wir nun wieder in rückwärtiger Reihenfolge die zuvor schon untersuchten Bereiche und ergänzten unsere Aufzeichnungen durch weiteres Bild und Tonmaterial.
In Höhe der „Mordbank“ kam es dann urplötzlich zu Auffälligkeiten. Da wir uns ja bereits auf dem Heimweg befanden, und die Untersuchung somit schon als abgeschlossen ansahen, man sich quasi schon wieder Richtung Wald auswärts befand, gab es keinen Grund für die plötzlich, vor allem bei Tini auftretenden negativen Empfindungen. Es kann auch nicht unbedingt von einer emotionalen Beeinflussung ausgegangen werden, da wir überhaupt keinerlei Erwartungshaltung gegenüber den Geschehnissen mehr hatten und völlig unvoreingenommen dem Heimweg antraten.
Die Seltsamen Empfindungen ( Angst, Beklommenheit, Schwäche ) in Höhe der Mordbank kamen plötzlich, ebenso das Gefühl beobachtet zu werden. Was auf dem Rest des Weges ( obwohl viel dunkler und tiefer im Wald und gekoppelt mit eventueller Erwartungshaltung ) nicht auftrat.
Auch versagte an dieser Stelle der Fotoapparat seinen Dienst, bzw. die Batterien. Die vorher frisch eingefügten ( wenn auch nicht mehr ganz vollen ) Batterien waren urplötzlich leer, so dass es nicht möglich war, vor Ort noch weitere Fotos zu machen. Üblicherweise war es bei der betreffenden  Kamera bisher IMMER so, dass nachdem sie aus geht und "Wechseln sie die Batterien" zu lesen ist, keine Möglichkeit besteht die Kamera ohne frische Batterien wieder in Gang zu bekommen. Hier jedoch probierte ich es Neugierde halber etwa 10 Minuten später noch einmal in Höhe der "Rentners Ruh". Die Kamera funktionierte plötzlich wieder und 3 weitere Tage konnte man mit den selben Batterien noch Fotos und sogar Videos aufzeichnen, bevor die Batterien wirklich leer waren!! Die Temperaturen waren an diesem Tag nicht extrem ( etwa 1 Grad minus ) Die Kamera habe ich einige Jahre und sie hatte schon wesentlich "härtere" Einsätze mit weitaus niedrigeren Temperaturen durchgestanden und noch nie ist Derartiges passiert.
Auch ging das Handy eines Teammitgliedes auf dem Rückweg kaputt. Obwohl es sicher in der warmen Hosentasche verstaut war schaltete es sich danach immer wieder von selbst aus und der Fehler konnte nicht wieder behoben werden, so dass es nie wieder zu gebrauchen war.
Am Rande:
Des Weiteren ging auch das Handy einer befreundeten Person kaputt, während diese einige Tage danach den gleichen Weg passierte. Eine SMS die sie während des Spazierganges versenden wollte, konnte wegen des schlechten Empfanges im Wald nicht abgeschickt werden. Zu Hause war es nicht möglich die SMS die sich in den Entwürfen gespeichert hatte abzusenden, die SMS ließ sich aber auch nicht löschen und somit war es nicht möglich andere Nachrichten zu versenden. Der Fehler konnte letztendlich nur von einem Fachmann im Mobilfunkgeschäft behoben werden, was dann auch 1 Tag später getan wurde. Die Software musste komplett neu installiert werden.Das Handy war gerade einmal 3 Monate alt....

Wieder zurück in der Stadt berichtete Ivo, dass er in Höhe der Christelgrund Hütte ein heftiges Unbehagen empfand, regelrechte Angst und das Gefühl beobachtet zu werden. Weiter hinten auf dem Weg zum Christelgrund ( hin zu und zurück zu ) hatte ich ebenfalls das Gefühl, beobachtet zu werden bzw. das irgendetwas anwesend ist, auch darüber sprachen wir erst zu Hause! Also waren diese Empfindungen unabhängig von einander und können weniger auf "Beeinflussung " beruhen.

Auswertungen/ Zusammenfassung:

Bilder: 197 digitale Fotos
Videos: Keine
EVP : 11 kürzere Aufnahmen

Akustische Wahrnehmungen:
Keine

Visuelle Wahrnehmungen vor Ort:

Keine

Gefühlsmäßige Wahrnehmungen vor Ort:
Ja verstärkt! Bei 2 von 3 Personen. Siehe Bereich: Ablauf PU!

Sichtungen Fotos:
Mehrere Fotos sind definitiv "interessant"

EVP /ESP Aufzeichnungen:diese ergaben keinerlei aufschlussreiche oder ungewöhnliche Ergebnisse
 
Abschließendes Fazit:

Mehrere interessant Fotos sind entstanden, vor allem gefühlte Wahrnehmungen konnten verstärkt verzeichnet werde, sowie sehr ungewöhnliche technische Probleme/ Auffälligkeiten in Kombination mit den Empfindungen

Tini im Auftrag
des Essential Nights Teams Erzgebirge....



 
 
Informationen
 
 
 
 
 
Koordinaten: 50.692156,12.847277